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Wilber sucht dringend ein neues Zuhause.

Wilber - einsam im Tierheim 

An dieser Stelle möchte ich allen Interessierten unseren Wilber ans Herz legen...Wilber ist ein 9jähriger Labbimix
Nachdem er nicht mehr in seiner Familie bleiben konnte ( es ist nicht Wilbers Schuld) sitzt er nun schon seit 7 langen Wochen einsam im Tierheim...
Wilber ist ein Schatz aber für die Vermittlung in einem Tierheim nicht mehr "jung" genug...

Hier ist sein Profil nach einer Vorkontrolle durch eine erfahrene Tierschützerin...


-Verhalten drinnen,
Begrüßung:

Sehr freundlich aber direkt – alles wird unter vollem Naseneinsatz inspiziert, ich konnte mich trotzdem frei bewegen! Neugierig – „was hast du denn in deiner Tasche, Susanne?“ Herzlich, aber nicht aufdringlich.

-Verhalten draußen,
z.B. Leinenführigkeit, Jagdtrieb:

Wilber zieht stark an der Leine und muss immer wieder korrigiert werden, was ich aber auf seine mangelnde Bewegung und Beschäftigung rückführe. Wilber hat einen intensiv ausgeprägten Jagdinstinkt und lässt sich auch nicht in jeder Situation (z. B. Wildkaninchen, Vögel ...) abrufen. Wilber will eigentlich mehr verjagen, als jagen. Wilber hat einen starken Beschützerinstinkt, aber er passt nur auf. Blonde Radfahrerinnen findet er interessant, ansonsten lässt ihn Umweltgeschehen (Jogger, Kinderwagen, Fußgänger, Autos ...) eher kalt.

Wilber ist m. E. ein sehr intelligenter Hund ... er ist sehr lernwillig und möchte Dinge, wie z. B. Busfahren, hat er es erst mal kennen gelernt gerne wiederholen. Laut Aussage seines Besitzers, wollte er, nachdem seine Tochter einmal mit ihm Bus gefahren ist, immer wieder in die öffentlichen Verkehrsmittel einsteigen.

-Verhalten gegenüber anderen Hunden:
Kleine Rüden und Kastraten sind eigentlich problemlos. Bei unkastrierten Rüden, lässt Wilber gerne den „Macker“ raushängen ... er geht aber nie aggressiv auf einen Rüden zu, versucht aber ihn zu dominieren. Hündinnen sind kein Problem, werden aber gerne bedrängt / belästigt.

-Verhalten gegenüber Kleintieren/Katzen:
Hatte als Junghund Kontakt zu Kantinchen. Katzen werden gejagt. In der Wohnung gibt es keine Erfahrung mit Katzen. Wilber sollte vorerst nicht mit Katzen und Kleintieren in unmittelbaren Kontakt kommen, da nicht bekannt ist, wie weit er gehen würde. Wilber hat wohl mal mächtig „Haue“ von einer Samtpfote bekommen – ist aber schon länger her.

-Verhalten gegenüber Kindern:
Er ist lieb zu Kindern, allerdings reitet er bei kleineren Kindern gerne mal auf. – Vorsicht! Durch seine Größe (Stock ca. 67 – 70 cm) und seine Impulsivität, würde er ein Kleinkind bereits mit einer Rückendrehung umhauen. Die Kinder in Wilber’s Familie sollten schon etwas älter sein und bestenfalls bereits Erfahrung mit großen vierbeinigen Wesen haben.

-Gesundheitszustand, bekannte Krankheiten und Allergien:
Wilber ist kerngesund. Klare Augen, saubere Ohren, kaum Zahnstein (nur an den Reisszähnen am Zahnfleischsaum), schneeweiße Zähne, glänzendes Fell. Wilber wurde regelmäßig geimpft und entwurmt. Ferner wurde er alle 3 Monate mit Frontline behandelt, da er einmal starken Flohbefall hatte und hieraus auch Hot Spots entwickelt hat.
Wilber macht vom Gesamtbild einen super gesunden Eindruck – klar, reinschauen kann ich nicht, aber seine Bewegungsabläufe, das Aufsetzen der Pfoten, die Bewegungen im Bereich der Wirbelsäule, lassen auf den ersten Blick keine schwerwiegenden Erkrankungen erkennen.

-Grundgehorsam:
Sitz, Platz, Fuß – auf deinen Platz, Bleib! – Kann der Wilber Alles.
Ferner wurden ihm einige Kommandos beigebracht, die ein bisschen zur allgemeinen Erheiterung dienen – Such! Toter Wilber! Bärchen! Er wurde sehr geliebt von seiner Familie.

-Stubenreinheit:
Absolut – er erledigt „große“ Geschäfte noch nicht einmal in der unmittelbaren Nähe – selbstverständlich muss er im Hof seine Duftmarken setzen.

-Verhalten im Auto:
Wilber verbindet Auto fahren mit etwas Tollem – Spaziergänge, Strand, Schwimmen ... er fährt gerne Auto, ist allerdings am Anfang etwas nervös – das legt sich dann aber. Auch längere Autofahrten (Urlaub in Polen, Dänemark ...) stellen für Wilber keine große Hürde da.

-Kann der Hund alleine bleiben, wenn ja wie lange?:
Wilber muss täglich viele Stunden allein in der Wohnung verbringen. Das ist auch der Grund für die Trennung von seinem Herrchen, der ihn schon sehr lieb hat. Wilber macht nichts kaputt, kann aber Türen öffnen (VORSICHT!!) und schaut sich auch schon einmal gerne die Schrankinhalte an – Wilber bekommt selbst Schubladen geöffnet, nimmt aber nichts hinaus und macht auch nichts kaputt.
Wilber fiept, jault und bellt, wenn er allein ist – nicht ununterbrochen, aber schon intensiv – m. E. kann dieses Verhalten durch Beschäftigung, Abwechselung und Geborgenheit schnell relativiert werden. Wilber möchte beachtet und geliebt werden. Wilber möchte beschäftigt werden und nicht vor sich hin vegetieren.
Derzeit ist Wilber von 7:30 bis 15 Uhr allein – dann kommt die Tochter des Besitzers und geht mit ihm raus und beschäftigt sich noch etwas mit ihm (ca. eine Stunde). Dann ist Wilber wieder allein und wartet, bis Herrchen zwischen 17 und 18 Uhr nach Hause kommt. Wilber ist derzeit zwischen 8 und 10 Stunden völlig allein und unbeschäftigt.


-Was für Futter wurde bisher gefüttert:
Wilber bekommt morgens eine ¾ Dose Kokra (Aldi) und abends Trockenfutter Alnutra Premium (Aldi) – es bekommt ihm gut!

Ab und an wird er bekocht – dann gibt’s Haferflocken oder Reis mit Leber.

-Abschließendes Fazit der Einschätzung:
Wilber ist ein Schätzchen mit inzwischen grauem Schnäuzchen. Wilber scheint hochintelligent zu sein, seine Art sich zu bewegen, seine Art, meine Tasche zu untersuchen ... er ist neugierig, aber niemals aufdringlich.
Es wäre schön, wenn Wilber ein Plätzchen finden könnte – er ist schon ein Notfall!! Bis zu 10 Stunden allein – einfach unvorstellbar.
Wilber ist ein absoluter „Troll“ – er liebt uns Menschen und tut Alles um zu gefallen.
Wilber schein eher der Frauenhund zu sein ... bei männlichen Besuchern, zeigt Wilber Dominanzverhalten, indem er, wie bei Kindern versucht, aufzureiten.
Wilbers Besitzer wäre bereit, den Süßen, sollte eine Pflegestelle gefunden sein, selbst ein Stück auf dem Weg in die Pflegestelle zu fahren.
Wilber sollte m. E. nur in hundeerfahrene Hände kommen. Kinder sind okay, aber erst so ab 8 bis 10 Jahre, besser älter.
Wilber sollte unbedingt in eine Familie, die bereit ist, mit ihm zu arbeiten – er ist nur vom Alter her ein Senior ... physisch und psychisch ist der Typ toppfit und muss einen Job haben.
Senior Agility, Flyball, evtl. die Teilnahme an einer Ausbildung, sofern das in dem Alter noch möglich ist.

Wilber benötigt dringend eine neue Familie...eine Endstelle wäre das Optimum, aber eine Pflegestelle ist auch möglich...

 Kontakt bitte über:

http://www.tierheim-kiel.de/hunde/zu-vermitteln/wilber.html

Tierschutzverein für Kiel und Umgebung Korp., Tierheim Kiel
Uhlenkrog 190
24109 Kiel

Telefon 0431-52 54 64

E-Mail: info(at)tierheim-kiel.de

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